Die Luft reizt: Warum Augen und Atemwege im Frühling jetzt stärker reagieren
Welche Gräser blühen jetzt im Frühling?
Bereits im Frühjahr startet die Blüte vieler allergieauslösender Gräser. Besonders häufig sind folgende Gräser zu finden:
• Lieschgras
• Wiesenrispengras
• Knäuelgras
• Ruchgras
• Weidelgras
• Roggen
• Trespenarten
Vor allem Wiesen, Parks, Feldränder und Grünflächen in Städten setzen große Mengen an Pollen frei. An warmen, trockenen und windigen Tagen steigt die Belastung besonders stark an.
Warum die Allergiesaison immer anstrengender wird
Die Allergiesaison beginnt aufgrund des Klimawandels inzwischen deutlich früher und dauert länger. Mildere Winter und höhere Temperaturen sorgen dafür, dass Pflanzen früher blühen und länger Pollen freisetzen. Viele Betroffene berichten deshalb über ärgere Beschwerden als früher.
Zusätzlich werden die Symptome durch Umweltbelastungen verstärkt. Der Grazer Augenexperte Wilfried Glatz von der Universitäts-Augenklinik am LKH Graz erklärt, dass nicht nur Pollen selbst problematisch sind, sondern auch trockene Luft, Heizungsstaub und Feinstaub die Schleimhäute reizen.
Trockenheit und Staub verschärfen die Beschwerden
Besonders belastend ist aktuell die anhaltende Trockenheit. Fehlt Regen, bleiben Pollen und Staub länger in der Luft. Die Schleimhäute der Augen und Atemwege werden gereizt, wodurch Allergiker:innen deutlich empfindlicher reagieren.
Hohe Luftfeuchtigkeit – etwa am Meer – kann die Beschwerden dagegen lindern. Regen sorgt dafür, dass Pollen aus der Luft gewaschen werden. Laut Glatz werden die Probleme „massiv reduziert“, sobald die Luftfeuchtigkeit steigt.
Straßenstaub: Ein unterschätzter Belastungsfaktor
Speziell in diesem Frühjahr werden Atemwege und Augen zusätzlich durch aufgewirbelten Straßenstaub gereizt. Besonders entlang von Randsteinen und Parkspuren sammeln sich feine Partikel, die durch Wind oder Verkehr wieder in die Luft gelangen. Fußgänger und Radfahrer atmen diese Stoffe häufig direkt ein.
Der Straßenstaub in Städten entsteht unter anderem durch:
• Abrieb von Reifen und Bremsen
• Asphalt- und Fahrbahnmarkierungen
• Rostpartikel von Fahrzeugen
• Verbrennungs- und Treibstoffrückstände
• Salz- und Schotterreste aus dem Winter
• industrielle Abgase und Feinstaub
Diese Partikel können Schwermetalle sowie gesundheitsschädliche Stoffe (wie polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) enthalten. Untersuchungen zeigen zudem, dass größere Staubpartikel häufig mit Mikroplastik belastet sind. Die Geophysikerin Sylwia Klaudia Dytłow bezeichnete die Belastung in Wien teilweise sogar als „gefährlich hoch“.
Typische Symptome einer Gräserpollenallergie
Eine Gräserallergie zeigt sich häufig durch:
• häufiges Niesen
• laufende oder verstopfte Nase
• tränende und juckende Augen
• Hustenreiz
• Atembeschwerden
• Müdigkeit und Konzentrationsprobleme
Unbehandelt kann sich aus einer Allergie langfristig auch allergisches Asthma entwickeln.
Was tun?
Einige einfache Maßnahmen helfen dabei, die Belastung zu reduzieren:
• Räume regelmäßig lüften – idealerweise nach Regen
• Pollenschutzgitter verwenden
• Kleidung nach Aufenthalten im Freien wechseln
• Haare abends waschen
• Spaziergänge an stark windigen Tagen vermeiden
• ausreichend trinken, um die Schleimhäute feucht zu halten
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Wer frühzeitig handelt, kann die Pollensaison oft deutlich besser bewältigen und langfristig mehr Lebensqualität gewinnen.
Beitrag erstellt von: Mag. Gisela Scharler, Klosterneuburg und St. Andrä – Wördern
Quelle: orf.at